Stabilisierungsgruppe

KURSAUSSCHREIBUNG

Belastende Erfahrungen, krisenhafte oder traumatische Erlebnisse können unser Denken und Fühlen, unser Erleben mit uns selbst und anderen erschüttern und durcheinander bringen.

Auch nach Jahrzehnten kann eine aktuelle Krise eine alte Trauma-Erinnerung wachrufen und Gefühle der Unsicherheit und Verwirrung, wie auch andere so genannte posttraumatische Symptome, auslösen.

Dabei könnte das Leiden schon alleine dadurch gemildert werden, dass die posttraumatische Symptomatik durch die Betroffenen und ihr Umfeld als Folge von noch nicht erfolgter Verarbeitung von traumatischen Erlebnissen eingeordnet und somit als vermeintliche Überlebensstrategie verstehbar wird.

Symptome wie zum Beispiel…

  •  Übererregung, Nervosität, emotionale Überflutung
  •  Schreckhaftigkeit „Gefahr“, Reizbarkeit, Aggressivität
  •  Antriebslosigkeit, Apathie, Müdigkeit
  •  starke negative Gefühle (Wut, Angst, Hoffnungslosigkeit)
  •  Flash backs, Nachhallerinnerungen
  •  Konzentrationsstörungen
  •  Ohnmachtsgefühl, Unsicherheit
  •  Rückzug, Vermeidung
  •  Dissoziation, „außer sich sein“, „neben sich stehen“
  •  Depression, Trauer, Leere, Empfindungslosigkeit
  •  Schlafstörung, Muskelverspannung, Kopf-, Bauchschmerzen

Hierzu möchte ich Ihnen, als Betroffenen, Angehörigen und Betreuungspersonal eine pragmatische Hilfestellung in Form einer „Stabilisierungs-Gruppe“ anbieten, in der Sie einerseits hilfreiche Informationen für den Verstand erhalten und andererseits praktische Übungen für den Umgang mit den Gefühlszuständen ausprobieren können.


Im geschützten Rahmen haben Sie die Möglichkeit

  • ein Erklärungsmodell zum Entstehen eines traumatischen Geschehens, dessen Folge sowie seiner Verarbeitung kennen zu lernen
  • die Zusammenhänge zwischen Traumata und nachfolgender posttraumatischer Belastungsstörung zu erkennen
  • mehrere traumaspezifische Methoden (Reorientierungshilfen, Dissoziationsstopp, Achtsamkeits- und Imaginationsübungen, Distanzierungstechniken) einzuüben, um Ihre Kontroll- und Handlungsfähigkeit wieder zu erlangen und somit auch an Selbstvertrauen und Stabilität zu gewinnen

 

Ziel ist es, wieder mehr Orientierung, Selbstsicherheit

und Stabilität im Alltag zu erlangen.

 

Es geht nicht um ein Eintauchen in krisenhafte/traumatische Erlebnisse.
Das ist kein Thema in der Gruppe, sondern gehört zur weiteren Trauma-Verarbeitung ins Einzelsetting mit Ihren TherapeutInnen.

Sie sollten sich stark genug fühlen, um sich auf die Dynamik einer Gruppe einlassen zu können. Auch ersetzt dieses Angebot keine Psychotherapie, es kann allerdings eine begleitende und unterstützende Ergänzung sein.

Teilnehmen könne maximal 6 Frauen und wir treffen uns einmal wöchentlich für 1,5 Std. für insgesamt 8 Treffen.